Deutsche Soldaten aus dem Polenkrieg werden in Hagedorn und Umgebung zur Erholung stationiert. 

Armut und Arbeitslosigkeit prosperieren Hand in Hand, während Hitler und Hindenburg im Jahr 1932 ihre Wahlschlacht austragen. Letzten Endes gewinnt Hitler die Zustimmung des Volkes und wird mit seiner Partei, der NSDAP, 1933 zum Reichskanzler gewählt. Als am 1. September 1939 mit dem Überfall Nazi- Deutschlands auf Polen der Zweite Weltkrieg ausbricht, blieb auch Hagedorn nicht von den Folgen verschont. Der Lehrer Linneweber war bereits im Juli des Jahres eingezogen worden. Nun, das der Krieg offen tobte folgten die restlichen Männer, die nicht unabkömmlich für die Landwirtschaft waren. Als Kriegsgefangene zur Feldarbeit gezwungen wurden, mussten auch diese, insofern sie wehrfähig waren, an die Front.
Durch die katastrophalen Folgen des Kriegs flohen Millionen Menschen, die ihren gesamten Besitz verloren hatten, aus den städtischen Gebieten aufs Land. In Hagedorn, so wie auch in vielen anderen ländlichen Dörfern, führte diese Migration zur Not, da nicht genug Wohnraum vorhanden war. Die Bewohner Hagedorns errichteten deshalb auf dem Spielplatz zwei behelfsmäßige Unterkünfte, um die Flüchtlinge unterzubringen.

Auch wenn Hagedorn nicht direkt vom Krieg getroffen wurde, so kehrten jedoch 17 Männer nicht von der Front zurück. Es folgt eine Auflistung der Gefallenen und Vermissten. Die Namen sind der Steinheimer Chronik entnommen.

Heinrich Schröder
Fr. Benning
Hr. Benning
Aug. Schröder
August Linneweber
Heinrich Ridder
Heinrich Schröder
Walter Benning
Aloys Arndt
Fr.Torster
Karl-E. Gassner
Heinz Wagner
W. Gassner
M. Gassner
R. Hasenfuss
Paul Popp
W. Bando

 

Obwohl am 8. Mai 1945 der Krieg beendet wurde, fand die Not der Bevölkerung kein Ende. Es mangelte an allem, aber besonders an Wohnraum, da immer mehr Menschen aufs Land zogen, in der Hoffnung eine Bleibe zu finden. Das Wohnraumproblem sollte Hagedorn auch noch in den nächsten Jahren beschäftigen, bis schließlich das Dachgeschoss der Schule zu neuem Wohnraum umgebaut wurde